Gerhard Garbers

Gerhard Garbers

Gerhard Garbers (* 24. August 1942 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Während seiner Schauspielausbildung bot ihm Gustaf Gründgens 1963 die Rolle des Dieners im »Hamlet« am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg an. Es folgten Engagements in Bochum, München und Düsseldorf. Von 1981 bis 1993 spielte er wieder am Deutschen Schauspielhaus und später für die Hamburger Kammerspiele. Seit 1985 nehmen TV-Produktionen zu: Besonders bekannt ist Garbers als Polizist Eugen Möbius in »Adelheid und ihre Mörder« an der Seite von Evelyn Hamann, die ihn als seine geschiedene Filmfrau immer wieder für sich einzuspannen weiß; außerdem »Peter Strohm« und »Doppelter Einsatz«

Im Hamburger St.-Pauli-Theater ist er in den Stücken »Auf der Reeperbahn – die St. Pauli Revue«, »Die Jungs mit dem Tüdelband« und »Der Lord von Barmbeck« zu sehen.

Als Synchronsprecher lieh Garbers u.a. Kabir Bedi (Ashanti), Gary Cooper (Marokko, zweite Synchronfassung) und Kevin McCarthy (Bis daß der Tod euch scheidet) seine Stimme. Zudem liest er in zahlreichen literarischen Audio-Produktionen.

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Interview mit Gerhard Garbers

Herr Garbers, Sie haben in der Serie “Adelheid und ihre Mörder” den “treu-doofen” Ex-Mann von Adelheid gespielt. Wissen Sie noch, wie Sie zu dieser Rolle gekommen sind?

Frau Hamann ließ anfragen, ob ich Lust hätte, in der Serie ihren Ex-Mann zu spielen.

Haben Sie der Serie von Anfang an einen so großen Erfolg zugetraut?

Nein, denn man weiß doch nie, wie das Publikum reagiert.

Eugen Möbius lässt sich in seiner Gutmütigkeit von Adelheid zu vielerlei Gefälligkeiten breitschlagen – von ihrer Mutter ebenso. Hatten Sie Einfluss auf die Gestaltung der Rolle? Steckt auch ein bisschen Gerhard Garbers in Eugen Möbius?

Ich konnte immer Vorschläge einbringen und meistens wurde es von den Regisseuren angenommen.

Wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Schauspielern der Serie insbesondere mit Evelyn Hamann und Heinz Baumann?

Die Zusammenarbeit war durchweg kollegial und teilweise freundschaftlich.

Welche Erinnerungen haben Sie an die Dreharbeiten?

Die Dreharbeiten waren eine schöne Zeit für mich. Traurig ist nur, dass ich jetzt, nach Beendigung der Dreharbeiten, viele Kollegen nicht mehr sehe.

Gab es besondere Erlebnisse, an die Sie gerne zurückdenken?

In Eppendorf wartete ich in Uniform auf eine Szene, die ich zu spielen hatte, als eine alte Dame auftauchte und mich fragte, wie sie mit ihrem schwierigen Nachbarn zurecht kommen solle. Es ist mir nicht gelungen, ihr klarzumachen, dass ich ja nur ein “falscher Polizist” und daher nicht befugt bin, in Uniform Ratschläge zu erteilen.